Sonntag, 20. August 2017

Bananenmuffins

Wer hätte gedacht, dass ich noch mal zum Bananenfreund werde? Noch bis vor wenigen Tagen hätte ich es jedem schriftlich gegeben, dass ich freiwillig nichts mit Bananengeschmack zu mir nehmen würde. Mal eine Banane nach dem Sport, widerwillig, ja, aber Bananen im Kuchen, nein danke. Da ich aber noch nach der alten Schule erzogen wurde, nach der man Essen nicht einfach wegwirft, und überreife Bananen hier aber niemand essen mag (außer tatsächlich manchmal mein Mann, wer hätte das gedacht), musste ich es einfach mal versuchen. Man kann ja auch nicht ständig  Bananen-Schokoladeneis essen.

Dienstag, 25. Juli 2017

Brokkoli-Kartoffel-Bratlinge

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen bestelle ich mir eine Kiste mit Obst, Gemüse und sonstigen Bauernhof-Produkten aus dem nahegelegenen Ökodorf Brodowin. Das ist super, denn ich weiß, wo die Lebensmittel herkommen, es handelt sich um einen Demeter-Betrieb und ganz praktisch: so sind die gesunden Sachen schon im Haus und ich muss mir überlegen, was ich damit anfange. In der letzten Woche hatte ich einen Blumenkohlkopf bestellt, den ich wie schon einige Male erfolgreich zuvor für die Kinder und mich nach diesem Rezept im Ofen knusprig backen wollte. Dieses Mal musste ich allerdings mit gemischten Gefühlen feststellen, dass mir statt dessen ein Brokkoli geliefert wurde! Ich selbst mag ja Brokkoli sehr gern. Aber die Kinder dazu bringen, etwas Grünes zu essen?

Samstag, 8. Juli 2017

Zucchini-Apfel-Waffeln

Zwilling eins hatte sich kürzlich beschwert, dass es bei uns immer nur dunkle Waffeln gäbe. Sie wollte auch mal helle Waffeln backen. Mein bisheriges Lieblingsrezept, die Süßkartoffelwaffeln mit Datteln, werden ja durch die Datteln im Teig immer ziemlich dunkel, dann kommt noch Vollkornmehl dazu und die Süßkartoffeln... Und bei Kita-Festen gibt es natürlich immer schöne, helle Butterwaffeln aus weißem Mehl und weißem Zucker. Auch sehr lecker! Aber nichts, was ich nun jedes Wochenende anrühren wollte. Na ja, kannste haben, dachte ich mir dennoch heute morgen und fing an, Zucchini zu schälen.

Samstag, 1. Juli 2017

Gebratener Eierreis

Nie werde ich den Moment vergessen, in dem wir mit der Schwiegerfamilie in einem chinesischen Restaurant essen waren, wir vor lauter Ratlosigkeit angesichts der exotischen Karte, von der die Kinder unter Garantie nichts essen würden, einfach Eierreis bestellten und Zwilling zwei reinhaute, als hätte er seit Monaten nichts gegessen. Im Anschluss haben wir ein sehr großzügiges Trinkgeld gegeben und uns mehrfach beim Kellner entschuldigt, denn auf und unter dem Tisch sah es aus, als wäre eine Reisbombe explodiert. Zusätzlich zu dem Apfelsaft, den Zwilling eins großzügig über dem Tisch vergossen hatte.

Samstag, 17. Juni 2017

Omas Haferflockenmakronen neu interpretiert (und vegan)

Meine Oma konnte am besten backen. Die meisten Omas können am besten backen. Das mag einerseits an der Verklärung der Vergangenheit liegen, denn früher war bekanntlich immer alles besser, andererseits gibt es solche Evergreens der Backkunst wie der Ursprung des heutigen Rezepts, die jeden Probierer dahinschmelzen und nach dem Rezept fragen lassen. Ich kenne diese Kekse schon, seit ich klein bin, und nie habe ich mich an den Haferflockenmakronen übergessen! Die einfachen Dinge sind doch meistens die allerbesten. Wie aus so wenig günstigen Zutaten so karamellig-herzhaft schmeckende, knusprig leckere Kekse werden können, ist für mich jedes Mal wieder ein Wunder.

Freitag, 2. Juni 2017

Cremige Tomatensuppe

Seit dem letzten Rezept sind mehrere Wochen mit guter Laune und ein traumhafter Urlaub auf dem Bauernhof vergangen. Endlich ist der Frühling richtig da! Die Winterjacke ist in den Keller gewandert und die Lust auf Obst und Gemüse angekommen. Zeit für eine knallig rote, frische und leichte Tomatensuppe, für die man nicht mal lange am Herd stehen muss. Ich finde ja Suppen insofern super, als dass man erst mal nur alles in den Topf werfen muss, die Zutaten kochen sich dann von allein, und am Ende püriert man vielleicht noch mal und schmeckt ein bisschen ab. Fertig.

Samstag, 6. Mai 2017

Zimtschnecken (über Nacht)

Mich einen Morgenmuffel zu nennen, wäre eine gnadenlose Untertreibung. Ich bin morgens weder in Lage, Fragen sinnvoll zu beantworten noch mehr als das Nötigste zu tun, das mir den Anschein einer normalen menschlichen Existenz verleiht. Meistens bemerke ich erst im Büro, dass ich am Morgen noch kein einziges Mal in den Spiegel gesehen habe (und manchmal leider auch, dass ich es auf jeden Fall hätte tun sollen).

Sonntag, 23. April 2017

Mini-Pizza-Party


Als ich die letzten Tage mal wieder krank zu Hause lag, und zwar so übel, dass ich meinen üblichen Stolz, alles unbedingt immer allein schaffen zu wollen, über den Haufen warf und die Kinder so oft wie möglich zu ihren Omas in Obhut gab, und irgendwann durch mit dem Dauerschlafen und der letzten Staffel von "The Big Bang Theory" war, fing ich an, alle meine Posts mit Labels zu versehen. Das wollte ich schon lange machen, so kann man jetzt besser nach Themen sortieren, wenn man etwa nach dem Label "Mittagessen" oder "Kuchen" sucht.

Mittwoch, 12. April 2017

Nudeln mit Linsen-"Bolognese"

Am letzten Samstag habe ich meinen 37. Geburtstag überstanden (ich werde jetzt nicht darüber lamentieren, dass die 40 immer näher rückt) und natürlich wieder viel zu viel Kuchen produziert und gegessen. Ursprünglich dachte ich auch, ich müsste für zwei Tage Kuchen bereitstellen, da ich Sonntag noch ein zweites Mal mit Freunden feiern wollte... was aber leider wegen Kinderkrankheit ins Wasser gefallen war, so dass ich mich verpflichtet sah, wenigstens Teile der süßen Masse selbst zu vernichten. Wenigstens habe ich vorausschauend nicht auch noch für meine Kollegen im Büro gebacken, ich mag mir gar nicht ausmalen, was ich damit alles für meine Samba-Hüften getan hätte.

Mittwoch, 29. März 2017

Gesundes Schokoladeneis

Vor nicht allzu langer Zeit hat meine Schwester mir einen Link geschickt mit dem Kommentar "sieh' mal, noch mehr Mogelmamis!" Anscheinend serviert Gisele Bündchen ihren Kindern Obstbrei als Speiseeis. Das klang jetzt in dem Artikel nicht so lecker ("Obstpampe"), aber eigentlich... So abwegig ist das Ganze  nicht. Dieses Schokoladeneis besteht nur aus Bananen, Kakao, Mandelmus und ein wenig Milch! Komplett ohne Zucker. So passte es auch direkt in meine Fastenzeit... Ich kann Bananen eigentlich überhaupt nicht leiden, hier jedoch fallen sie kaum auf. Aber vielleicht würde ich auch in meinem jetzigen Zuckerentzug alles, was halbwegs süß schmeckt, gut finden.

Sonntag, 12. März 2017

Super-Power Mogel-Smoothie

Smoothies gibt es bei uns an jedem Wochenende. Mein Mann hat sich darauf spezialisiert, samstags und sonntags zum gemütlichen Familienfrühstück jede Menge Obst wie Äpfel, Mango und Physalis zu schnippeln, im Sommer mit frischen, im Winter mit tiefgefrorenen Beeren zu ergänzen und daraus im Mixer einen leckeren Smoothie zu zaubern. Dankenswerterweise verzichtet er für mich auf die Zugabe von Bananen und Kiwi. Es gibt doch nichts Besseres als so einen leckeren Vitaminkick am Morgen! Inzwischen mögen auch beide Kinder Smoothies. Zwilling zwei hatte früher nichts davon wissen wollen, aber sowieso außer Milch nicht so gern etwas anderes getrunken. Jetzt fragt er regelmäßig, ob es wieder "den roten Saft" gäbe. 

Dienstag, 28. Februar 2017

Hafer-Nuss-Schokoschnitten aka selbstgemachte Snickers

Ja ja, ich weiß. Schon wieder Süßkram. Hatte sie nicht gesagt, sie wollte ihre Kinder gesund ernähren? Zu meiner Verteidigung: meine Kinder würden diese selbstgemachten Riegel gar nicht essen. Vielleicht mal vorsichtig reinbeißen, um dann festzustellen, dass innen keine Schokolade ist, um dann beleidigt abzuziehen. So etwas stelle ich hauptsächlich für meinen liebsten Ehemann her (und vielleicht bekomme ich auch mal einen halben Riegel ab). Und außerdem ist das hier nicht einfach irgendein Schokoladenriegel. Es ist eine Mischung aus Fruchtschnitte und Müsliriegel, komplett ohne zugefügten Zucker, nur aus Haferflocken, Datteln, Nussmus, Kokosöl und Erdnüssen, überzogen mit meiner selbstgemachten Schokolade. Und schmeckt zufällig ein bisschen wie Snickers.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Kürbis-Ricotta-Gnocchi mit Bergkäse

Ich habe mir heute einen freien Tag gegönnt. Ich war gestern bei einem Konzert meiner Lieblinge von Disturbed und dachte, der Tag Urlaub wäre notwendig, um meinen Rausch auszuschlafen. Wie das nun aber meistens so ist, seit ich Mama bin, war ich vor Ort dem Rausch eher abgeneigt. Man wird vernünftig! Das Konzert war trotzdem toll und ich bin unendlich dankbar, dass ich einen wunderbaren Ehemann habe, der mich begleitet, obwohl es nicht seine Musik ist, und dafür, dass die Kinder zwei tolle Omas haben, die mir den Rücken für solche und andere Abenteuer freihalten. Das Leben als Zwillingsmama ist zwar abenteuerlich genug, aber manchmal muss ich eben doch mal etwas un-Mama-haftes unternehmen, um dem Wahnsinn des Alltags dann wieder etwas gelassener entgegentreten zu können.

Freitag, 10. Februar 2017

Bessere Chocolate chip cookies

Bei allen Gedanken, die ich mir über die Ernährung der Kinder mache, kommt die meines Mannes leider zu kurz. Zugegeben, er ist erwachsen und sollte selbst wissen, was gut für ihn ist und was nicht, und dennoch fühle ich mich dafür verantwortlich, dass er gesund und munter bleibt. Nicht ganz uneigennützig, zugegeben. Ich wollte ihn schon noch eine laaaaaange Weile behalten.

Leider bleibt im Zwillingsmama-Alltag nicht mehr so viel Zeit und Kraft, regelmäßig auch noch Nahrung für den Mann zuzubereiten. Früher ist es mir leicht gefallen, regelmäßig gesunde Snacks wie Müsliriegel oder Haferkekse vorzubereiten, die ihm über diverse 12-Stunden-Tage im Büro hinweg helfen und vor den unsäglichen zuckertriefenden Alternativen vom Bäcker und aus dem Supermarkt bewahren sollten.

Samstag, 4. Februar 2017

Maisbrot mit Karotten

Als ich letzte Woche die Möhrensuppe geplant und gekocht habe, bin ich natürlich nicht ohne Backup-Lösung ins Rennen gegangen. Wie wahrscheinlich war es denn, dass jemand außer mir Suppe essen wollte? Also gab es noch mehr Karotten: in Form eines goldigen Maisbrotes zur Karottensuppe. Konnte ja keiner ahnen, dass die beiden lieber die Suppe essen.

In unserem letzten Italien-Urlaub, den wir in einem Bungalow mit kleiner Küche verbracht haben, bin ich irgendwie auf die grandiose Idee gekommen, einen Jahresvorrat Polenta, also Maisgrieß zu kaufen. Ich habe dort dann genau einmal einen süßen Polentabrei gekocht, ihn zum größten Teil selbst gegessen und den Rest des Breis in Pancakes verwertet. Blieb mir also noch fast ein Kilo Polenta übrig, die ich natürlich nicht vor Ort wegwerfen konnte, sondern fein in unserer Dachbox mit heimfuhr.

Samstag, 28. Januar 2017

Allereinfachste Karottencremesuppe mit Apfel

Vor lauter Mogelei mit Essen, das die Kinder essen würden, habe ich ganz vergessen, wie sehr ich selbst eine herz- und baucherwärmende Suppe liebe. Meinem Mann brauche ich mit so etwas nicht zu kommen und für mich allein kochen war mir zu umständlich. Es gibt bei uns in der Kantine zwar täglich eine Suppe, aber die Köche haben ein Talent dafür entwickelt, in vegetarisch anmutende Suppen Fleisch zu mogeln (MogelMami verkehrt herum?). Nachdem ich einmal hereingefallen bin und in der Champignon-Cremesuppe auf Huhn gestoßen bin, frage ich lieber vor der Bestellung nach und werde auch immer wieder bestätigt. Im Ernst, wer vermutet denn in "Gemüsesuppe" Fleisch? Meist lasse ich den Suppenstand aber direkt links liegen. Auch wenn kein Fleisch enthalten sind, sind die Suppen entweder versalzen oder zu lasch, etwas dazwischen scheint nicht möglich zu sein.

Sonntag, 15. Januar 2017

Super fluffiges Toastbrot mit Süßkartoffel

Backen mit Kindern ist super. Alles was man dabei tun muss, ist, den lästigen Gedanken an die spätere Aufräumaktion abzustreifen. (Am meisten Spaß macht es natürlich in einer frisch geputzten Küche.) Die Kinder lieben es, in der Küche zu helfen. Ich hebe mir solche Aktionen also für verregnete Nachmittage auf, damit sie mir assistieren können. Oder ich ihnen? Ich fülle die richtigen Mengen in kleine Schüsseln oder Messbecher ab, damit sie diese dann wiederum in die große Schüssel kippen können. Sie dürfen rühren, und noch bevor ich den Satz "Aber bitte vorsichtig beim Rüh-..." vollenden kann, sind wir und der Küchentisch schon im Mehlnebel verschwunden. Sie mögen natürlich auch gern den Teig kneten, haben innerhalb von Sekunden die Finger voller Teig und beschweren sich dann "Ih, das ist ja eklig!" Machen aber anstandslos weiter. Und seltsamerweise kosten sie auch gern vom Teig. Ich weiß, das machen Kinder gern, aber bei meinen Mäkel-Liesen finde ich das verwunderlich.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Schoko-Lollies

Manchmal erscheint es mir so, als wäre mein Leben inzwischen ein nicht enden wollender Kampf gegen Süßigkeiten. Das darf man nicht falsch verstehen, ich bin durchaus dafür, den Kindern ab und zu etwas Gutes zu tun. Aber in meinen Augen muss man sie nicht zu früh an zu viel Süßes gewöhnen und Süßigkeiten sollten etwas Besonderes bleiben, nichts, was man isst wie andere Leute Brot. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder sonst als arme Öko-Kids enden, die nur Vollkorn und Soja essen dürfen und dann ausgehungert bei Freunden den Süßigkeitenschrank plündern, sehe ich als vernachlässigbar an. (Ja, solche Diskussionen musste ich führen, weil ich ihnen mit einem knappen Jahr noch keinen Kakao geben wollte und auch schlechte Laune bekam, als relativ kurz nach dem ersten Geburtstag das Nutella-Glas auf den Tisch kam.)