Cookies mit doppelt Schokolade (und Extra-Zutat)

Nachdem der herbstlich anmutende Sommer nun nahtlos in den natürlich herbstlichen Herbst
überzugehen scheint, brauche ich einfach Schokolade in meinem Leben. Nicht, dass es nun nur noch süße Sachen bei uns im Haus geben würde, aber in letzter Zeit habe ich es mir etwas leicht gemacht und entweder auf altbewährte Rezepte wie meinen Blumenkohlreis, Eierreis, Pizza oder Gemüsepuffer zurückgegriffen oder ganz banal den Kinderklassiker Nudeln mit Tomatensauce aufgetischt. Und diese Kekse sind zu gut, um sie nicht zu teilen, also folgt nach den Bananenmuffins der letzten Woche nun ein Rezept für super schokoladige Cookies mit einer geheimen Extra-Zutat.

Nach all den Jahren wundert mich eigentlich, dass mein Mann immer noch ganz arglos zugreift, wenn ich mit unschuldiger Miene zu ihm sage "ich habe Schoko-Cookies gebacken. Probier mal!" Ich habe zwar noch halbherzig versucht, nicht allzu erwartungsvoll zu gucken, aber das war gar nicht nötig. Das nenne ich Vertrauen. Aber sie sind auch einfach gut! Super schokoladig, nicht zu süß und von einer fast kuchenartigen Konsistenz. Cookies eben in der ursprünglichen Wortbedeutung. Und was steckt nun drin? Schokolade natürlich, Kakao, wenig Süße, gutes pflanzliches Öl, Mehl... und halt Kidneybohnen.

Bohnen im Gebäck sind nun grundsätzlich nichts Neues. Wenn man mal nach "Black Bean Brownies" googelt, kommen hunderte Rezepte zutage. Habe ich auch schon mal nachgebacken (dieses hier ist zum Beispiel lecker). Sie bestehen aber in der Regel fast komplett aus Bohnen, um die Kohlenhydrate und das Gluten aus dem Mehl zu vermeiden, worauf ich persönlich nicht achte. Dadurch sind sie auch sehr "fudgy", wie Brownies eben sein müssen.
Heute war mir allerdings nach Cookies. Und ein paar Extraproteine können in jedem Fall nicht schaden, dachte ich, so dass ich statt der vollen Menge Mehl einfach noch eine gute Handvoll Kidneybohnen unterbrachte. Wichtig ist nur, die Bohnen wirklich gut zu pürieren, und wer dafür einen Pürierstab verwendet, kann, um ganz sicher zu gehen, die Masse noch mal durch ein Sieb streichen. Es könnte sonst ein etwas seltsames Kaugefühl geben, wie mir meine Schwester kürzlich nach dem Backen von Black Bean Brownies zurückmeldete.

Ansonsten kann man bei den Zutaten auch noch ein wenig variieren. Wer keine Leinsamen verwenden möchte, kann stattdessen auch ein kleines Ei verwenden, sollte dann aber auch 2 Esslöffel der Milch weglassen. Die gehackte Schokolade kann nach Geschmack gewechselt werden. Ich habe Vollmilch genommen, weil die Kekse so nicht sehr süß sind. Wer den kompletten Schokoladenkick möchte, nimmt einfach Zartbitter. Oder wer es noch ein bisschen süßer mag, nimmt weiße. Man kann auch noch ein oder zwei Esslöffel mehr Ahornsirup hinzufügen, einfach mal am Ende den Teig probieren und selbst entscheiden. Die Cookies nicht zu lange backen, damit sie nicht trocken werden und am besten mindestens einen noch warm probieren...


Doppel-Schoko-Cookies

Für: 10 Muffins
Fertig in: ca. 45 Minuten

Zutaten:
  • 1 EL Leinsamen
  • 100g Kidneybohnen aus dem Glas
  • 3 EL neutrales pflanzliches Öl oder auch geschmolzene Butter
  • 4 EL Milch (ich nehme Dinkelmilch)
  • 3 EL Ahornsirup oder Honig
  • Vanille
  • 2 EL brauner Zucker
  • 125g Mehl (ich nehme Dinkelmehl Type 630)
  • 2 TL Backpulver
  • 4 EL dunkler Kakao
  • 60g gehackte Vollmilch-Schokolade

Zubereitung:
Die Leinsamen mahlen und beiseite stellen.
Die Kidneybohnen in einem Sieb gut abspülen und abtropfen lassen. Mit Öl, Milch und Ahornsirup sehr gründlich pürieren. In eine Schüssel geben, dabei nach Belieben durch ein Sieb streichen, um zu grobe Schalenstücke der Bohnen herauszufiltern.
Mit einem Handrührgerät oder Schneebesen den Zucker gründlich unterschlagen. Mehl, Backpulver, Leinsamen und Kakao dazugeben und verrühren, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Gehackte Schokolade nur kurz unterrühren.
Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf Backbleche setzen, Mit den Fingern etwas schöner nachformen, die Cookies verändern ihre Form beim Backen nicht sehr.
Bei 180 Grad im Ofen für ca. 12-15 Minuten backen. Auf Kuchengittern abkühlen lassen.

Guten Appetit!

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