Sonntag, 16. Mai 2021

Frühstückszopf mit Schokoladencreme

Nach mehreren Wochen und Monaten des pandemiebedingten Herumhängens, keinerlei Lust auf Experimente in der Küche, jedes Wochenende Aufbackbrötchen oder Pancakes zum Frühstück wurde ich gestern Abend herausgefordert. Ich sollte mir doch mal wieder was für den Blog ausdenken, um auf andere Ideen zu kommen. Mein Mann kennt mich eben am allerbesten. Vor allem ist er sehr mutig, da er ja nie genau weiß, was ich im Essen unterbringen möchte. Daher wollte ich mich revanchieren und habe etwas erzeugt, was keine diskussionswürdigen Zutaten enthält, was jeder hübsch anzusehen finden muss und was noch dazu die ganze Wohnung mit köstlichem Duft erfüllt und natürlich super schmeckt. Gerade in diesem Moment, in dem ich diese Worte schreibe, streiten sich hier zwei Siebenjährige um die Reste auf dem Tisch.

Der Hefeteig wird mit geriebenen Karotten saftig und bekommt eine schöne Farbe. Ein Anteil Vollkornmehl macht ihn sättigend. Die Creme besteht nur aus Datteln, Mandelmus, Kokoscreme (dafür einfach aus einer Dose Kokosmilch den festen Anteil herauslöffeln), Kakopulver und Salz. Es entsteht übrigens ein bisschen mehr Creme, als man benötigt, der Rest hält sich aber ein paar Tage im Kühlschrank und schmeckt super als gesunde Nutella-Alternative auf Brot. Die Form sieht zwar nach viel Arbeit aus, entsteht aber denkbar einfach. Den ausgerollten und bestrichenen Teig aufrollen und diese Rolle einmal der Länge nach durchschneiden. Die beiden entstandenen Teile mit den Schnittseiten nach oben umeinanderwickeln - fertig.

Wenn man den geformten Teig abends in der Form luftdicht verpackt (ein großer Gefrierbeutel oder ein Bienenwachstuch sind da sehr nützlich) und im Kühlschrank über Nacht gehen lässt, hat man am Morgen ohne viel Arbeit ein wirklich beeindruckendes Frühstücksbrot auf dem Tisch. Perfekt für Menschen wie mich, die morgens nicht allzu anspruchsvolle Tätigkeiten ausführen sollten, aber trotzdem ein opulentes Frühstück lieben!


Frühstücksbrot mit Schokoladencreme
Für:Eine 30 cm Kastenform
Fertig in:1 Std. plus Gehzeit

Zutaten:
Hefeteig:
  • 3 Karotten (ca. 100g)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 TL Salz
  • 50 g Zucker (auch braun oder Kokosblüte)
  • 50 g vegane Butter oder Kokosöl, geschmolzen
  • 200 ml Mandelmilch (oder andere)
  • 200 g Vollkornmehl
  • 300 g normales Mehl (hier Dinkel)
Schokocreme:
  • 120 g Datteln
  • 100 g Kokoscreme (das Feste aus einer Dose Kokosmilch abschöpfen)
  • 100 g Mandelmus
  • 3 EL Kakao
  • 1/4 TL Salz
Zum Bestreichen:
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 EL Mandelmilch
Zubereitung:
Für den Hefeteig die Karotten fein reiben. Mit Hefe, Salz, Zucker, Margarine und Milch verrühren. Mehl dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abgedeckt eine Dreiviertelstunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Schokocreme zubereiten: Datteln mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten einweichen lassen. Abgießen und mit den restlichen Zutaten im Mixer zu einer glatten Creme mixen.

Den Teig auf wenig Mehl quadratisch ca. 1cm dick ausrollen und mit Creme bestreichen (bei mir blieben so 3 EL übrig). Aufrollen, einmal der Länge nach durchschneiden, die beiden Hälften umeinanderwickeln und in eine Kastenform geben. Über Nacht abgedeckt im Kühlschrank oder an einem warmen Ort eine halbe Stunde (oder bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat) gehen lassen.

Bei 190 Grad für 20 Minuten backen. Ahornsirup und Mandelmilch vermischen, den Laib damit großzügig bestreichen und weitere 10-15 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Vor dem Anschneiden leicht abkühlen lassen.

Guten Appetit!

1 Kommentar:

  1. MogelMami is back! Danke für das leckere Rezept, das probieren wir bald aus!

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