Freitag, 21. Oktober 2016

Zucchini-Schokoladenkuchen

Und manchmal muss es halt auch Kuchen sein.

Der allerliebste, coolste, lustigste, bestaussehende Ehemann der Welt - also meiner - hatte gestern Geburtstag und die ganze große Familie war zum Kaffee zu Besuch. Dann sind mal eben 16 Erwachsene, vier Kinder und ein Hund bei uns in der Wohnung und wollen mit Kuchen abgefüllt werden. (Der Hund natürlich nicht.)

Früher wäre ich vor solchen Gelegenheiten einkaufen gegangen und wäre mit unzähligen Packungen Zucker, Weizenmehl Type 405, Butter etc. heimgekommen. Heute grübelt mein überanstrengtes Mama-Gehirn "Wie kann ich den Kindern auch heute etwas Gesundes in den Kuchen schummeln?" Meine Überlegung war also: welchen der Kuchen, die ich zu backen plante, würden sie am ehesten essen? Nicht die Tarte au Citron (zu gelb, zu sauer), nicht den Apfelstrudel (zu chaotisch), nein, natürlich den Schokoladenkuchen.


Schokoladenkuchen habe ich schon in mehreren Schummelvarianten gebacken. Mit meinen geliebten Süßkartoffeln, mit Avocado, mit (Ehemann, bitte nicht weiterlesen!!!) Kidneybohnen... Dieses Mal also mal wieder mit Zucchini. Man sieht sie im gebackenen Kuchen wirklich so gut wie nicht mehr, schmecken tut man sie schon gar nicht, sie machen den Kuchen durch die enthaltene Feuchtigkeit nur sehr saftig. Dieses Mal habe ich den "Fehler" begangen, meinem Mann vorher zu erzählen, ich würde Zucchini-Kuchen backen und die Antwort kam prompt als "iirrrhh, aber nicht so viele Zucchini bitte..." Ich habe dann trotzdem zwei Zucchini reingeraspelt, eine große und eine kleine, und er hat den Kuchen trotzdem gegessen. Eigentlich war der Kuchen sowieso als erster weg. Das nehme ich als gutes Zeichen, dass sich das Nachbacken lohnt.

Ohne Zucker kommt man natürlich nicht aus, aber es ist ja auch nicht alle Tage Geburtstag und ich muss mich wirklich manchmal zwingen, nicht zu dogmatisch zu sein. Im Teig ist außerdem nur Dinkelvollkornmehl (bei Schokoladenkuchen sieht und schmeckt das keiner heraus). Bei dem Öl sollte man darauf achten, dass es geschmacksneutral ist, ich habe dieses Mal Maiskeimöl verwendet. Neutrales Kokosöl geht an der Stelle auch. Außerdem könnte man die Hälfte des Öls auch durch Apfelmark (Apfelmus ohne Zucker) ersetzen, wenn man Fett sparen will.

Oben abgebildet seht Ihr mein kleines Kuchenbuffett. Nicht mit auf dem Foto sind die zwanzig Gläschen Schokomousse-Trifle aus Seidentofu, ohne Sahne und ohne Eier, was auch keiner gemerkt hat... Vielleicht schreibe ich dazu auch mal bei Gelegenheit was. Jedenfalls war abends so gut wie alles aufgegessen.


Zucchini-Schokoladenkuchen

Für: 1 Gugelhupf (Ø ca. 22cm)
Fertig in: ca. 1h 15min

Zutaten:
  • 2 mittlere Zucchini (so genau kommt es nicht drauf an)
  • 220g Zucker
  • 4 Eier
  • ¼ TL Salz
  • 200ml Öl
  • ¼ TL gemahlene Vanille oder 1 P. Vanillezucker
  • 480g Vollkornmehl (hier Dinkel)
  • 1 P. Backpulver (hier Weinsteinbackpulver)
  • 4 EL Backkakao
  • 1 TL Zimt
  • 80g dunkle Schokolade
  • Puderzucker zum Bestäuben, nach Belieben

Zubereitung:
Den Ofen auf 175 Grad vorheizen.
Die Zucchini fein raspeln. Zucchiniraspel, Zucker, Eier, Salz, Öl und Vanille gut miteinander verrühren.
Mehl, Backpulver, Kakao und Zimt in einer zweiten Schüssel gut miteinander vermischen und dann in die Zucchinimischung sieben. Schokolade grob hacken und ebenfalls dazugeben. Alles verrühren, aber nur so lange, bis alles vermischt ist, denn wenn man zu lange rührt, wird der Teig zäh und geht eventuell nicht so gut auf.
In die gefettete Gugelhupfform geben und 50 - 60 Minuten backen. Auf jeden Fall mit einem Stäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

Guten Appetit!

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