Donnerstag, 6. Oktober 2016

Süßkartoffel-Waffeln mit Datteln

Waffeln, da bin ich ganz sicher nicht die einzige, erinnern mich immer an meine Kindheit. Ich habe es geliebt, wenn wir am Wochenende zur Kaffeezeit statt des üblichen Wochenendkuchens eine große Schüssel Waffelteig auf den Tisch stellten und die Waffeln nach dem Backen heiß und frisch duftend aus dem Waffeleisen holten. Das Schwierigste war es, mit dem Essen zu warten, bis die Waffeln auf dem Kuchenrost abgekühlt waren, denn von warmem Gebäck kann man ja Bauchschmerzen bekommen. (Heute esse ich Waffeln aber trotzdem am liebsten warm.)



Meine Lieblingswaffeln damals kamen von einem Rezept aus dem alten DDR-Backbuch meiner Oma und hießen "Lange Zeit knusprig bleibende Waffeln". Der Name war nicht geprahlt, aber sie bestanden im wesentlichen aus Kartoffelstärke, Zucker und Butter. Das kann man zwischendurch sicher auch mal machen, aber wenn ich mir im Moment viel Arbeit in der Küche mache, dann soll bitte etwas Sinnvolles dabei herauskommen, etwas, das meine Kinder dazu bringt, Gesundes ohne Bestechung zu essen.

Daher möchte ich heute das Rezept für die gesündesten und trotzdem leckersten Waffeln, die ich mir vorstellen kann, präsentieren. Die Zwillinge lieben sie und würden sie am liebsten täglich essen! Wir machen am Wochenende oft einmal zum Frühstück Waffeln, mein Mann isst sie mit Ahornsirup, wir anderen pur, weil sie wirklich süß genug sind. Ich gebe hier eine große Teigmenge an, denn ich habe gern einen Waffelvorrat im Gefrierschrank (man kann die Zutaten aber gut halbieren). Zwischendurch kann man einfach zwei in den Toaster stecken und hat eine leckere und gute Zwischenmahlzeit für zwei quirlige Kinder.

Im den Waffeln stecken Süßkartoffeln, Datteln für die Süße, Vollkormehl, optional Nüsse oder Nussmus, ebenfalls optional ein geriebener Apfel... Viel besser kann ich mir Gebäck für meine Kinder nicht vorstellen. Und sie schmecken überhaupt nicht gesund, mein Junk Food liebender Mann kann es bezeugen!

Man muss die Süßkartoffeln nicht unbedingt mit den Datteln kochen, wie ich es mir die letzten Male angewöhnt habe. Ich hab sie auch schon roh in den Teig geraspelt. Aber da man die Datteln sowieso pürieren muss und mein Pürierstab das inzwischen nicht mehr so lustig findet, koche ich sie einfach zusammen mit den gewürfelten Süßkartoffeln und der Milch weich. So muss ich die Süßkartoffeln auch nicht mal schälen, die Schale soll auch sehr gesund sein. Hier steht übrigens noch mehr darüber, warum Süßkartoffeln so toll sind. Beim letzten Mal habe ich keine Süßkartoffeln gehabt und statt dessen Möhren genommen. Das war okay, aber die andere Variante ist doch noch viel besser, irgendwie saftiger und süßer.

Und jetzt das Rezept. Viel Spaß beim Backen und besonders beim Essen!

Süßkartoffel-Waffeln

Ergibt: ca. 20 Waffeln
Fertig in: ca. 50 min.

Zutaten:
  • 1 mittlere Süßkartoffel
  • 200g Datteln
  • 600ml Milch nach Wahl (bei uns meist Dinkelmilch)
  • 120g Butter, Margarine oder Kokosöl
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • optional ein geriebener Apfel
  • optional 1 gehäufter Esslöffel Nussmus (Mandel, Cashew oder Haselnuss) oder 75g geriebene oder gehackte Nüsse
  • 450g Mehl nach Wahl (hier meist Dinkel-Vollkornmehl)
  • 1 Päckchen Backpulver (bei uns immer Weinstein-Backpulver)
  • Butter, Margarine oder Kokosöl zum Einfetten

Zubereitung:
Die Süßkartoffel geschält oder ungeschält mit den Datteln und der Milch in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind. Etwas abkühlen lassen und mit Salz, der Butter und den Eiern glatt pürieren.
Optional Nussmus und Apfel unterrühren. Mehl und Backpulver vermischen und unter die Süßkartoffel-Masse rühren. (Hinweis: Der Teig ist für einen Waffelteig recht fest, aber mit zu viel Flüssigkeit werden die Waffeln zu weich und lassen sich nur schwer aus dem Waffeleisen lösen. Keine Sorge, beim Schließen des Waffeleisens verteilt sich der Teig ganz gut, man muss ihn nicht auf der ganzen Fläche verstreichen.)
Das Waffeleisen aufheizen, die Flächen leicht einfetten und den Teig zu Waffeln ausbacken. Nebeneinander auf einem Rost auskühlen lassen oder gleich warm vernaschen.

Guten Appetit!

Kommentare:

  1. Die Waffeln sind super lecker und gelingen ganz einfach. Mein Kleiner hat auch ganz viele gegessen.

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    1. Das freut mich, vielen lieben Dank!
      :)

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  2. Lecker, lecker! Jetzt will ich das auch unbedingt machen. Habe gerade viel Zeit frei weil mein Business viel erfolgreicher mit datenraum geworden ist.

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