Dienstag, 9. Juli 2019

Frühstücksmuffins

Ich persönlich finde ja nichts schöner als selbstgemachtes Essen zu essen. Das gilt natürlich auch unterwegs. Einerseits ist es einfach ein schönes Gefühl, eine mit Liebe und guten Zutaten zubereitete Leckerei in einer wohlverdienten Pause zu sich zu nehmen, andererseits liegt das auch daran, dass ich inzwischen nicht mehr so gern unterwegs etwas Schnelles zu essen kaufe. Speziell von unserer Kantine fühle ich mich häufig auf den Arm genommen (wenn ich beispielsweise frage, ob eine bestimmte Suppe vegetarisch ist, dies bestätigt bekomme und schon mit dem ersten Löffel ein Stück Huhn im Mund habe), weshalb ich nun täglich meine Dose mit selbst zubereitetem Ofengemüse in die Kantine trage. Aber heute soll es ja ums Frühstück gehen.

Ich habe früher noch gelernt, dass man Kuchen nicht zum Frühstück isst. Heute, mit 39 Jahren, kann ich aus voller Überzeugung sagen: Klar kann man. Dass es nicht die Sahneschnitten und Schoko-Brownies sein sollten, ist ja auch hoffentlich jedem bewusst (und die Tage, an denen ich das tatsächlich mal ausprobiert habe, gehören nicht zu den produktivsten in meinem Leben). Ich habe also angefangen, mit Zutaten zu experimentieren, die ich auch in ein Müsli tun würde. Haferflocken, Hafermilch, Apfelmark, Nüsse... Nach einigen Versuchen, deren Resultate ich leider allein essen musste, kam auch wirklich etwas Brauchbares heraus - voilà, die Frühstücksmuffins.

Ganz ohne Zucker kommen sie leider nicht aus, aber ich denke, 75g auf 12 Muffins lassen sich gerade noch so vertreten. Für meinen Mann kommen noch Schokostückchen dazu, wem das dann zu viel Süßes ist, der kann auch einfach gehackte Haselnüsse oder - besonders lecker - Pekannüsse in den Teig geben. Es gäbe sicher auch noch die Variante, das Apfelmark durch überreife Bananen zu ersetzen und dadurch dann den Zucker einsparen zu können, aber da streikt dann mein Mann. Wer das ausprobieren mag, ich freue mich über Rückmeldung.

Die Muffins sind fix gemacht, frisch ziemlich köstlich und lassen sich super auf Vorrat einfrieren - morgens dann einfach einen oder zwei auf dem Weg zur Arbeit auftauen lassen oder in der Mikrowelle aufwärmen. Ein bisschen Alltagsluxus muss ja einfach sein.


Frühstücksmuffins

Für:12 Muffins
Fertig in:30 Minuten

Zutaten:
  • 200g Haferflocken
  • 100g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • ¼ TL Salz
  • 75g Zucker (Rohrohrzucker/Brauner Zucker/Kokosblüte)
  • 1 Prise Vanille oder 1 P. Vanillezucker
  • 75g dunkle Schokolade, gehackt oder Schokotropfen, alternativ gehackte Nüsse
  • 80ml Öl (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Kokosöl)
  • 250ml Apfelmark
  • 4 EL Milch (hier Hafermilch)
Zubereitung:
Haferflocken mit der Küchenmaschine oder dem Mixer zu Mehl mahlen (es können aber ruhig noch Stücke vorhanden sein). Mit Mehl, Backpulver, Salz, Zucker, Vanille und Schokolade in einer Schüssel gut vermischen.
In einem Messbecher oder einer kleinen Schüssel Öl, Apfelmark und Milch verrühren. Zu der Mehlmischung geben und nur so lange vermischen, bis kein Mehl mehr zu sehen ist.
Muffinförmchen mit Papierförmchen auslegen. Teig auf die Förmchen verteilen und bei 170 Grad Umluft in 15 - 20 Minuten goldbraun backen (Stäbchenprobe machen). Aus den Förmchen nehmen und abkühlen lassen.

Guten Appetit!

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