Sonntag, 15. Januar 2017

Super fluffiges Toastbrot mit Süßkartoffel

Backen mit Kindern ist super. Alles was man dabei tun muss, ist, den lästigen Gedanken an die spätere Aufräumaktion abzustreifen. (Am meisten Spaß macht es natürlich in einer frisch geputzten Küche.) Die Kinder lieben es, in der Küche zu helfen. Ich hebe mir solche Aktionen also für verregnete Nachmittage auf, damit sie mir assistieren können. Oder ich ihnen? Ich fülle die richtigen Mengen in kleine Schüsseln oder Messbecher ab, damit sie diese dann wiederum in die große Schüssel kippen können. Sie dürfen rühren, und noch bevor ich den Satz "Aber bitte vorsichtig beim Rüh-..." vollenden kann, sind wir und der Küchentisch schon im Mehlnebel verschwunden. Sie mögen natürlich auch gern den Teig kneten, haben innerhalb von Sekunden die Finger voller Teig und beschweren sich dann "Ih, das ist ja eklig!" Machen aber anstandslos weiter. Und seltsamerweise kosten sie auch gern vom Teig. Ich weiß, das machen Kinder gern, aber bei meinen Mäkel-Liesen finde ich das verwunderlich.


Unsere letzte Backaktion hat Toastbrot ergeben. Im Moment ist Toastbrot bei uns der Renner! Ich weiß gar nicht, warum ich noch nie Toastbrot gekauft habe, in meiner Kindheit war das ein Standardartikel in unserer Küche. Aber ich gehe meistens am Brotregal im Supermarkt vorbei, weil ich Brot lieber beim Bäcker kaufe oder auch mal selbst backe, und so ist Toastbrot bisher untergegangen, bis ich neulich eher zufällig eine Packung gesehen und gekauft habe. Wie ich früher lieben die Kinder es, wenn das Brot aus dem Toaster kommt und die Butter darauf schmilzt und in jede Pore des Brotes sickert... Also, die nächste Gelegenheit beim Schopfe gepackt, ihnen etwas Gesundes ins Frühstück oder Abendbrot zu mogeln. Und die Kinder sind bei jedem Mal furchtbar stolz darauf, wie gut sie dieses Süßkartoffel-Toastbrot gebacken haben!

So gut hatte ich es mir selbst nicht vorgestellt. Das Rezept ergibt zwei große Brote, und die erste Runde war am fünften Tag verschwunden. Durch die Süßkartoffel wird das Toastbrot sehr fluffig und bekommt eine schöne, goldene Farbe. Und es schmeckt einfach wunderbar! Ich hatte nur beim ersten Versuch den Fehler gemacht, beide Brote am gleichen Abend noch in Scheiben schneiden zu wollen, um sie einzufrieren. Da das Toastbrot kurz nach dem Backen sehr weich ist, sind mir dabei einige Scheiben kaputt gegangen. Das hat uns nicht vom Essen abgehalten, aber beim zweiten Mal habe ich es abends gebacken und morgens eingefroren, und das würde ich jedem empfehlen. Dann zum Frühstück einfach zwei Scheiben herausholen, in den Toaster stecken und anschließend mit Butter bestreichen und genießen - Mhm...

Nachtrag: In der Regel brauche ich um die 900g Mehl, und der Teig ist immer noch weich und ein kleines bisschen klebrig. Links seht Ihr, wie er ungefähr aussehen sollte.

Süßkartoffel-Toastbrot

Für: zwei große Brote
Fertig in: 2½ Stunden

Zutaten:
  • 1 große Süßkartoffel
  • Milch nach Wahl (hier meist Dinkelmilch)
  • 2EL Zucker (ich habe Kokosblütenzucker genommen, es geht aber auch normaler)
  • 1½ P. Trockenhefe
  • 1½ TL Salz
  • 60ml Olivenöl (oder ein anderes pflanzliches Öl)
  • ca. 800 bis 1000g Mehl, ein Drittel ersetze ich gelegentlich durch Vollkornmehl
  • 1EL Öl zum Wälzen
  • Milch zum Bestreichen

Zubereitung:
Die Süßkartoffel nach Belieben schälen und grob würfeln. In wenig Wasser weich kochen. Anschließend pürieren und mit Milch auf 650 ml aufgießen. Lauwarm abkühlen lassen.
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell braucht man etwas weniger oder etwas mehr Mehl, abhängig von der Größe der Süßkartoffel und vom verwendeten Mehl. Ich starte mit 800g Mehl und gebe mehr hinzu, wenn der Teig zu sehr klebt.
Den Teig zu einer Kugel formen, rundherum in Öl wälzen und zugedeckt ca. 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis er ungefähr die doppelte Größe erreicht hat.
Zwei Kastenformen (ca. 26cm lang) gut einfetten. Den Teig noch einmal kurz durchkneten, halbieren und in die Formen geben. Noch einmal zugedeckt gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat (ca. 30 Minuten).
Bei 175 Grad ca. 50 Minuten backen. Wenn das Brot eine schöne glänzende Oberfläche bekommen soll, nach 30 Minuten mit Milch bestreichen. Eventuell zwischendurch mit Backpapier abdecken, wenn die Oberfläche zu braun wird.
Die Brote aus dem Ofen holen und vorsichtig aus den Formen lösen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit dem Anschneiden warten, bis die Brote abgekühlt sind, da sie noch sehr weich sind. Richtig gut schneiden lässt sich das Brot am nächsten Tag.

Guten Appetit!

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