Samstag, 28. Januar 2017

Allereinfachste Karottencremesuppe mit Apfel

Vor lauter Mogelei mit Essen, das die Kinder essen würden, habe ich ganz vergessen, wie sehr ich selbst eine herz- und baucherwärmende Suppe liebe. Meinem Mann brauche ich mit so etwas nicht zu kommen und für mich allein kochen war mir zu umständlich. Es gibt bei uns in der Kantine zwar täglich eine Suppe, aber die Köche haben ein Talent dafür entwickelt, in vegetarisch anmutende Suppen Fleisch zu mogeln (MogelMami verkehrt herum?). Nachdem ich einmal hereingefallen bin und in der Champignon-Cremesuppe auf Huhn gestoßen bin, frage ich lieber vor der Bestellung nach und werde auch immer wieder bestätigt. Im Ernst, wer vermutet denn in "Gemüsesuppe" Fleisch? Meist lasse ich den Suppenstand aber direkt links liegen. Auch wenn kein Fleisch enthalten sind, sind die Suppen entweder versalzen oder zu lasch, etwas dazwischen scheint nicht möglich zu sein.


Letzte Woche erzählte mir dann eine freudestrahlende Erzieherin in der Kita, dass Zwilling eins tatsächlich einen ganzen Teller Möhrensuppe gegessen hätte. Mit dem leeren Teller seien sie dann zum Zwilling zwei gegangen, der sich davon dazu motivieren gelassen habe, auch noch einen halben Teller zu essen. Nun funktioniert es in der Kita besser, wenn sie getrennt essen und sich nicht gegenseitig demotivieren können. Ich habe bereits erwähnt, wie letzteres zu Hause bei uns läuft. Da ich aber schlecht einen Zwilling ins Wohnzimmer und einen in die Küche zum Essen setzen kann, war es schon ein Wagnis, zuhause eine Möhrensuppe zu kochen. Vorsichtshalber nahm ich Zwilling eins vorher noch mehrfach ins Gebet, ob wir denn wirklich die Suppe kochen sollten und sie vor allem auch essen wollten. Nach genügend Zuspruch von ihr fühlte ich mich ein wenig sicherer und es ging los. Ich hatte aber sowieso nicht mehr allzu viel Möhren, so dass ich erstens mit Apfel auffüllte und zweitens auch so nur zwei große Teller entstanden. 

Wie einfach es doch ist, eine gute Suppe zu kochen! Eigentlich brauchte ich nur fünf Zutaten und eine knappe halbe Stunde, dann stand sie auf dem Tisch. Und sie wurde tatsächlich gegessen! Zugegeben, die Aussicht auf Schokoladenpudding zum Nachtisch half ein wenig nach, aber normalerweise lassen sie sich beim Essen nicht bestechen. Hilfreich war auch ein etwas hinterhältiger Trick, den ich von meiner Mutter noch in Erinnerung hatte: Ich bat beide, vor dem Nachtisch nur noch drei Löffel zu essen. Und jetzt nur noch drei Löffel. Und noch einmal drei Löffel. Und so leerten sich die Teller...

Hier nun also das allererste MogelMami-Rezept für eine schnelle, lecker-fruchtig-würzige Apfel-Möhrensuppe.

Karottencremesuppe mit Apfel

Für: Vier Portionen
Fertig in: 30 Minuten

Zutaten:
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 750g Karotten
  • 1 Apfel
  • 750ml Gemüsebrühe
  • optional für die Cremigkeit: 1 EL Mandelmus, alternativ Sahne nach Belieben

Zubereitung:
Zwiebel schälen und würfeln (Größe egal, wird eh später püriert). Karotten schälen und in Stücke schneiden, Apfel entkernen und ebenfalls würfeln.
Olivenöl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und Zwiebeln darin glasig dünsten. Karotten und Apfel hinzugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen lassen.
Mit Gemüsebrühe aufgießen und kochen lassen, bis die Möhren weich sind (ca. 10-15 Minuten). Mit dem Pürierstab fein pürieren und anschließend nach Belieben Mandelmus oder Sahne unterrühren.

Guten Appetit!

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